«Tristan Forever» erzählt von einer Reise an einen utopischen Ort und widmet sich der Frage, ob die Seele einen Platz auf der Erde hat, an den sie gehört. Dabei oszilliert der Film zwischen Dokumentation, Fiktion und den Träumen des Protagonisten.
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Die Zeit steht still auf Tristan da Cunha, nur selten verirrt sich ein Neuankömmling hierher. Einzig auf dem Seeweg ist die Insel erreichbar, nach mehr als einer Woche Fahrt. Es ist die entlegenste bewohnte Insel mitten im Südatlantik. Eine eigene Welt, fernab von allem. Über die Jahre hat der Arzt Loran Bonnardot hier immer wieder Zuflucht gefunden, die Bewohnenden wurden zu seiner zweiten Familie. Jetzt hat er sich vorgenommen, nach Tristan zu ziehen. Aber so einfach ist das nicht: Zuerst muss der Inselrat über seine Aufnahme entscheiden. Loran packt an beim Scheren der Schafe, schliesst Freundschaft mit einem Pinguin und findet langsam seinen Platz. Doch je näher er seinem Ziel kommt, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Seltsames geschieht auf diesem verwunschenen Vulkan weit hinter dem Horizont…
Erst im vergangenen Mai war die Atlantikinsel Tristan da Cunha in den globalen Medien aufgetaucht, als dort eine britische Rettungsmannschaft per Fallschirm landete, wegen eines Hantavirus-Verdachtsfalls. Die Insel liegt so isoliert, dass sie nur 6-8 Mal jährlich per Schiff angesteuert wird.
von Tobias Nölle mit Loran Bonnardot, CH, 2026